Für viele Bräute ist es einer der schönsten Momente der ganzen Planung: das erste Mal im Brautkleid vor dem Spiegel stehen. Damit die Suche Spaß macht und nicht in Stress ausartet, lohnt sich ein bisschen Vorbereitung. Hier erfahrt ihr, wann ihr anfangen solltet, wie die Anprobe abläuft und womit ihr preislich rechnen müsst.
Wann ihr mit der Suche anfangen solltet
Plant für das Brautkleid ruhig neun bis zwölf Monate vor der Hochzeit ein. Viele Kleider werden nach der Anprobe erst bestellt und in eurer Größe gefertigt, das dauert oft mehrere Monate. Danach folgen noch die Änderungen. Wer kurzfristiger heiratet, findet aber auch eine Lösung: Viele Geschäfte haben Kleider, die ihr direkt mitnehmen könnt.
Gut vorbereitet zur Anprobe
In den meisten Brautmodengeschäften braucht ihr einen Termin. Das hat einen Vorteil: Ihr habt eine Beraterin ganz für euch. Damit die Zeit gut genutzt wird, klärt vorher ein paar Dinge:
- euer Budget, inklusive Änderungen und Accessoires
- Ort und Jahreszeit der Hochzeit
- ein paar Bilder von Kleidern, die euch gefallen
Zieht zur Anprobe Unterwäsche in Hautfarbe an und nehmt, wenn ihr schon habt, Schuhe in der richtigen Absatzhöhe mit. Und keine Sorge, wenn das Lieblingskleid aus dem Internet am Ende gar nicht passt. Oft überzeugt genau das Kleid, das man nie anprobieren wollte.
Wen ihr mitnehmen solltet
Nehmt höchstens zwei oder drei Menschen mit, deren Meinung euch wirklich wichtig ist. Je mehr Leute dabei sind, desto mehr Meinungen gibt es, und desto schwerer wird die Entscheidung. Am Ende zählt nur, dass ihr euch in dem Kleid wohlfühlt.
Welcher Schnitt passt zu euch?
- A-Linie: oben schmal, unten leicht ausgestellt, schmeichelt fast jeder Figur
- Prinzessin: weiter Rock, viel Volumen, sehr romantisch
- Meerjungfrau: eng bis zum Knie, dann ausgestellt, betont die Figur
- Empire: Taille direkt unter der Brust, fließender Rock, sehr bequem
- Etuikleid: schmal und gerade, ideal für das Standesamt oder eine lockere Feier
Denkt auch an den Rahmen: Für eine Feier am Strand oder in der Scheune passt ein leichtes Kleid besser als eine lange Schleppe. Im Winter sind lange Ärmel oder ein Cape eine schöne Idee, mehr dazu in unserem Beitrag zur Winterhochzeit.
Was kostet ein Brautkleid?
Laut dem Bridebook Wedding Report 2026 geben Bräute im Schnitt rund 1.830 Euro für ihr Kleid aus. Die meisten liegen zwischen 800 und 3.000 Euro. Kleider aus dem Online-Shop kosten im Schnitt deutlich weniger, Designerkleider aus dem Brautmodengeschäft etwas mehr. Rechnet außerdem mit Zusatzkosten:
- Änderungen: für einfache Anpassungen etwa 100 bis 250 Euro, bei aufwendigen auch mehr
- Schleier, Schuhe und Schmuck: zusammen oft 500 bis 1.000 Euro
Änderungen richtig einplanen
Fast jedes Kleid muss noch angepasst werden. Meist sind dafür zwei oder drei Anproben nötig. Die letzte sollte wenige Wochen vor der Hochzeit stattfinden, damit das Kleid wirklich perfekt sitzt. Nehmt zu den Anproben eure Hochzeitsschuhe und die passende Unterwäsche mit.
Und nach der Hochzeit?
Was ihr mit dem Kleid nach dem großen Tag macht, ob Reinigung, Aufbewahrung oder Verkauf, lest ihr in unserem Beitrag Wohin mit dem Kleid? Und für den Bräutigam haben wir die passenden Tipps zum Bräutigam-Anzug.
Brautmode live erleben
Auf Hochzeitsmessen zeigen viele Brautmodengeschäfte ihre aktuellen Kollektionen, oft mit Modenschau. So bekommt ihr einen guten Überblick, bevor ihr Termine zur Anprobe macht. Die nächsten Termine findet ihr in unserer Übersicht der Hochzeitsmessen.