16 August 2026

Was kostet eine Hochzeit 2027? Kosten, Budgetplan und Spartipps

Bevor ihr Locations anschaut oder den ersten Fotografen anschreibt, kommt die Frage, über die viele Paare nicht so gern reden: Was darf das Ganze eigentlich kosten? Wer das am Anfang klärt, plant entspannter, verhandelt besser und erlebt nach der Feier keine bösen Überraschungen.

So viel geben Paare im Schnitt aus

Laut dem Bridebook Wedding Report 2026, für den mehr als 2.000 Paare in Deutschland befragt wurden, kostet eine Hochzeit im Schnitt rund 17.000 Euro. Flitterwochen und Verlobungsring sind da noch nicht dabei. Die meisten Paare liegen irgendwo zwischen 10.000 und 22.000 Euro, im Schnitt kommen 82 Gäste.

Im Norden wird übrigens etwas günstiger gefeiert als im Süden: In Niedersachsen liegt der Schnitt bei gut 16.500 Euro, in Bremen bei rund 15.500 Euro. In Baden-Württemberg sind es über 19.000 Euro.

Der größte Kostentreiber: eure Gästeliste

Jeder Gast kostet Essen, Getränke, einen Platz und oft auch Gastgeschenk und Papeterie. Laut Studie zahlen Paare mit bis zu 30 Gästen im Schnitt rund 12.300 Euro, bei 91 bis 120 Gästen sind es schon über 20.700 Euro. Wenn ihr also sparen wollt, ist die Gästeliste euer stärkster Hebel. Wie schön eine Feier im kleinen Kreis sein kann, lest ihr in unserem Beitrag zur Micro Wedding.

Faustregel: So könnt ihr euer Budget aufteilen

Jede Hochzeit ist anders, aber diese Aufteilung ist ein guter Startpunkt:

  • Location, Essen und Getränke: etwa 45 Prozent
  • Fotograf und Video: etwa 10 Prozent
  • Brautkleid, Anzug und Ringe: etwa 10 Prozent
  • Musik und Unterhaltung: etwa 10 Prozent
  • Blumen und Deko: etwa 8 Prozent
  • Papeterie, Styling und Kleinkram: etwa 7 Prozent
  • Puffer für Unvorhergesehenes: etwa 10 Prozent

Den Puffer solltet ihr auf keinen Fall streichen. Irgendwas kommt immer dazu, und dann ist es gut, wenn dafür schon Geld eingeplant ist.

Diese Kosten werden gern vergessen

  • Korkgeld, wenn ihr eigene Getränke mitbringt
  • Aufpreise für Personal nach Mitternacht
  • Endreinigung und Miete für Stuhlhussen, Geschirr oder Technik
  • Anfahrt und Übernachtung für Fotograf, DJ oder Band
  • Gebühren beim Standesamt
  • Trinkgeld für das Serviceteam
  • Hotelzimmer für die Hochzeitsnacht

Fragt bei jedem Angebot nach, was genau enthalten ist. Gerade bei Getränkepauschalen und Location-Mieten lohnt es sich, ins Kleingedruckte zu schauen.

Sparen, ohne dass es nach Sparen aussieht

  • Datum clever wählen: Freitage und Termine außerhalb der Hauptsaison sind oft deutlich günstiger als ein Samstag im Juni.
  • Prioritäten setzen: Überlegt gemeinsam, welche zwei oder drei Dinge euch wirklich wichtig sind. Dort gebt ihr mehr aus, bei allem anderen etwas weniger.
  • Messeangebote nutzen: Viele Dienstleister haben auf Hochzeitsmessen Rabatte, die es sonst nicht gibt.
  • Regional buchen: Dienstleister aus der Nähe sparen euch Anfahrts- und Übernachtungskosten.
  • Deko doppelt nutzen: Blumen und Deko aus der Trauung können später auf die Tische im Festsaal wandern.

Euer Budget im Griff behalten

Legt euch eine einfache Tabelle an, in der ihr pro Posten das geplante Budget, das Angebot und den tatsächlichen Betrag eintragt. So seht ihr jederzeit, wo ihr steht. Klärt auch früh, ob Eltern oder Familie etwas dazugeben möchten, und wenn ja, wie viel. Das macht die Planung für alle leichter.

Angebote vergleichen auf der Hochzeitsmesse

Am schnellsten bekommt ihr ein Gefühl für realistische Preise, wenn ihr mehrere Anbieter an einem Tag vergleichen könnt. Genau dafür sind Hochzeitsmessen da. Die nächsten Termine in Norddeutschland findet ihr in unserer Übersicht der Hochzeitsmessen, der Eintritt ist frei.